Rückblick:
Im Juli 2025 trafen sich Vertreter*innen aller Dekanatsbezirke in Würzburg, um die Rückmeldungen auf das in der Zoom-Konferenz im März vorgestellte Szenario zu würdigen.
Fazit: Breite Zustimmung, dennoch vieles, was noch miteinander abzustimmen und zu klären ist. Dazu gehört die Frage, wo die neuen Dekanatsgrenzen genau verlaufen sollen. Es wurde Mut gemacht, Schritte zu gehen, die eine stabile Struktur auf längere Sicht ermöglichen. Landkreisgrenzen und politische Grenzen wurden mehrheitlich als sinnvolle Orientierung gesehen. Die Bedeutung der Ortsgemeinde für die kirchliche Arbeit wurde betont.
Im August beschäftigte sich eine kleine Arbeitsgruppe mit möglichen Alternativen (zwei statt drei Dekanatsbezirke / kleinteiligere Struktur mit vier oder fünf Dekanatsbezirken).
Ergebnis: Das ursprüngliche Szenario stellte sich als am überzeugendsten heraus.
Am 30.9.2025 haben sich die Dekane und Dekaninnen und die beiden Regionalbischöfinnen von Ansbach-Würzburg und Bayreuth mit KR Bermpohl (Kirchenjurist im Landeskirchenamt) getroffen, um die rechtlichen Fragen auf dem Weg zu Dekanatsfusionen zu besprechen.
Am 8.10.2025 haben die Dekaninnen und Dekane mit der Beratung durch die wirkstatt.evangelisch (Frau Grasruck und Herr Maier) das weitere Vorgehen besprochen. Diese Beratungen, bei der mindestens die neun Dekane und Dekaninnen beteiligt sind, teilweise auch die stellvertretenden Dekane/Dekaninnen und die Präsiden der Dekanatssynoden, finden weiterhin im Abstand von ca. zwei Monaten statt.
Aktueller Stand:
Die Landessynode hat in ihrer Herbsttagung 2025 beschlossen, dass zum 1.1.2027 ein neuer Kirchenkreis Franken in Kraft treten wird. Er umfasst das Gebiet der bisherigen Kirchenkreise Ansbach-Würzburg, Bayreuth und Nürnberg und wird von einem Tandem, d.h. zwei Regionalbischöfen bzw. Regionalbischöfinnen geleitet werden. Dabei soll eine schwerpunktmäßig für den Norden (Unter- und Oberfranken mit Sitz in Bayreuth) und eine/r für den Süden (Mittelfranken mit Sitz in Ansbach) zuständig sein. Das bedeutet für unseren Prozess, dass wir weiter an einem neuen Dekanatsbezirk „Nord-Ost“ arbeiten können, da es keine Kirchenkreisgrenzen Oberfranken und Unterfranken mehr zwischen den unterfränkischen Dekanatsbezirken Rügheim, Schweinfurt und Bad Neustadt gibt.
Die Landessynode hat außerdem den Rahmen für die künftige Landesstellenplanung beschlossen: Statt von “Nachbarschaftsräumen” wird nun von “Regionalgemeinden” gesprochen (mindestens 5 Vollzeitstellen in einem multiprofessionellen Team mit mindestens 8500 Gemeindegliedern.). Auch die Verwaltung für die dazugehörigen Kirchengemeinden soll dort angesiedelt sein.
Die neue Landesstellenplanung wird die Anzahl der Gemeindeglieder und einen Diaspora-Faktor berücksichtigen. Insgesamt wird die Stellenzuweisung an die Dekanatsbezirke um 25% gekürzt. In Dekanaten, in denen wegen der Anzahl der Gemeindeglieder die Stellenzuweisung sehr gravierend gekürzt werden muss, wird es eine „Deckelung“ bei 35% geben.
Ausblick:
Derzeit finden Gespräche mit den Kirchenvorständen der Gemeinden statt, die von den neuen Dekanatsgrenzen unmittelbar betroffen sind und teilweise oder ganz einem anderen Dekanatsbezirk zugeordnet werden sollen. Als nächster Schritt muss geklärt werden, wie die künftigen “Nachbarschaftsräume”/“Regionalgemeinden” in die neuen Dekanatsstrukturen eingepasst werden. Das soll recht bald geschehen, weil dies auch die Gebäudebedarfsplanungen sowie die Stellenstruktur nach der neuen Landesstellenplanung betrifft.
Die Dekaninnen und Dekane werden im kommenden Jahr Gespräche mit den Diensten, Werken und Einrichtungen, die von einer neuen Struktur der Dekanate betroffen sind, aufnehmen (hauptamtliche Kirchenmusiker*innen, Dekanatsjugendkammern, Bildungswerke, Diakonische Werke u.a.).
Für das erste Quartal 2026 wird wieder – wie bereits im März dieses Jahres - eine große Zoom-Konferenz geplant, um die Informationen breit zu streuen.
Auch in den Pfarr- bzw. Hauptamtlichenkonferenzen und in den Dekanatsausschüssen werden die Themen der Strukturprozesse und ebenso die der Neustrukturierung der unterfränkischen Dekanate immer wieder behandelt werden.
Wir freuen uns über das bisherige konstruktive Miteinander auf verschiedenen Ebenen. Danke für Ihr Mitdenken und Mitgestalten unseres Entwicklungsprozesses.
Wir wünschen Ihnen allen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit. Die Hoffnung, die Gott uns mit seinem Kommen in Jesus Christus schenkt, lässt nicht nur Licht und Trost in unser persönliches Leben als Christen fallen, sondern gibt uns auch Mut, in diesen gegenwärtigen großen Veränderungsprozessen der Kirche zuversichtlich Kirche Jesu Christi zu sein.
Dekan Rudi Rupp, DB Aschaffenburg
Dekan Uwe Rasp, DB Bad Neustadt
Dekan Martin Voß, DB Castell
Dekanin Kerstin Baderschneider, DB Kitzingen
Dekan Till Roth, DB Lohr
Dekan Ivo Huber, DB Markt Einersheim
Dekanin Anne Salzbrenner, DB Rügheim
Dekan Oliver Bruckmann, DB Schweinfurt
Dekan Wenrich Slenczka, DB Würzburg