Von der Landessynode in Geiselwind

Das Präsidium der Landessynode wurde komplett wiedergewählt: Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel und die beiden Vizepräsidenten Hans Stiegler und Walter Schnell.

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In den Landessynodalausschuss (LSA) wurden gewählt:

7 nicht-ordinierte Mitglieder:

Barbara Becker (Kirchenkreis Ansbach-Würzburg)

Joachim Pietzcker (Kirchenkreis Nürnberg)

Julia Fuchs (Kirchenkreis Nürnberg)

Karl Georg Haubelt (Kirchenkreis Regensburg)

Beate Schabert-Zeidler (Kirchenkreis Augsburg)

Christina Flauder (Kirchenkreis Bayreuth)

Tanja Keller (Kirchenkreis München),

ordinierte Mitglieder

Pfarrer Norbert Roth aus München

Pfarrerin Kathrin Neeb (Kirchenkreis Bayreuth)

Dekan Klaus Schlicker (Kirchenkreis Ansbach-Würzburg)

Pfarrerin Christine Stradtner (beide Kirchenkreis Ansbach-Würzburg)

Pfarrer Wolfgang Oertel (Kirchenkreis Bayreuth).

Der LSA ist eines der vier kirchenleitenden Organe der bayerischen Landeskirche, neben Landesbischof, Landeskirchenrat und der Synode selbst. Er vertritt die Synode zwischen ihrer Frühjahrs- und Herbsttagung. Dem Gremium gehören neben den zwölf gewählten Mitgliedern auch die Synodalpräsidentin und ihren beiden Vizepräsidenten an, der Vorsitz liegt bei der Synodalpräsidentin. Maximal sechs LSA-Mitglieder dürfen Theologen sein.

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Die Kirchengesetze, die eigentlich auf der im März vorgesehene und wegen Corona ausgefallen Tagung beraten und beschlossen werden sollten, stünden nun auf der Tagesordnung der Herbstsynode im November, kündigte Preidel an. Darunter sei auch das "so wichtige Kirchengesetz" zur Prävention, Hilfe und Aufarbeitung im Hinblick auf sexualisierte Gewalt in der evangelischen Kirche in Bayern. Auch der endgültige Beschluss zur Landesstellenplanung, der umfassenden Verteilung der Pfarrerstellen und des theologischen Personals in Bayern, solle auf die Frühjahrssynode 2021 verschoben werden.

Mitglieder des Windsbacher Knabenchores beim Gottesdienst der Landessynode in Geiselwind
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Preidel bleibt Präsidentin der Evangelischen Landessynode

Zu Beginn der Evangelischen Landessynode in Bayern stand die Wahl des neuen Präsidiums im Mittelpunkt. Die Synode entschied sich für Kontinuität: Erneut fiel die Wahl auf die bereits seit 2014 amtierende Präsidentin Annekathrin Preidel.

Bei ihrer konstituierenden Tagung wählte die evangelische Landessynode die promovierte Biologin für weitere sechs Jahre an ihre Spitze. Die 63-Jährige hatte keine Gegenkandidaten.

Preidel: Kirche soll aus Corona-Krise zu lernen

Preidel stammt aus Erlangen, engagiert sich seit Jahren in der evangelischen Kirche, unter anderem als Kirchenvorstand in ihrer Gemeinde und ist bereits seit 2014 Präsidentin der Synode. Sie bleibt mit ihrer Wiederwahl die oberste Repräsentantin der mehr als 2,3 Millionen evangelischen Christen im Freistaat.

Für die Zukunft sieht sie die bayerische Landeskirche vor "großen Herausforderungen". Angesichts von massiv sinkenden Mitgliederzahlen muss die Kirche sparen, Stellen streichen. Hier hofft Preidel auf einen Lerneffekt aus der Corona-Krise, in der keine öffentlichen Gottesdienste stattfinden konnten und die Gemeinden gezwungen waren, auf alternativen Wegen ihre Mitglieder zu erreichen. Preidel ist überzeugt: "Das Loslassen von gewohnten Mustern wird uns jetzt leichter fallen."

Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm warnt im Gespräch mit dem BR davor, "besinnungslos" Sparlisten zu erstellen. Die Schwerpunkte müssten so gesetzt werden, dass sie der Kirche der Zukunft entsprechen.

Landessynode findet an Autobahn in Geiselwind statt

Aufgrund der coronabedingten Auflagen tagen die insgesamt 108 Synodalen in einer riesiegen Eventhalle an der Autobahn in Geiselwind. Für den Landesbischof hat dieser Ort eine hohe Symbolkraft: eine Kirche, die nah bei den Menschen ist. Eben auch am Autohof mit LKW Parkplatz. Bedford-Strohm wünscht sich eine Kirche, "die nicht wartet, bis die Trucker kommen, sondern eine Kirche, die da ist, wo die Trucker sind".

(Mitteilung des br: https://www.br.de/nachrichten/bayern/bayern-annekathrin-preidel-bleibt-…)