Liebe Gemeinde, liebe Leute,
ich hoff, die Predigt macht euch Freude, 
wenn sie in Reimen kommt daher.
Manch eine wollte davon mehr.
Drum wage ichs zum zweiten Mal.
Das bringt mit sich Freude und Qual.
Der Sonntag Estomihi, fein,
lädt besonders zum Reimen ein.
Da geht der Fasching bald zu Ende.
Mit Aschermittwoch kommt die Wende.
Mit Froh- und Leichtsinn ist’s vorbei,
mit Alkohol und Liebelei.
Geknüpfte erotische Bande
soll’n bleiben Erscheinung am Rande.
Verleugnet werden fremde Küsse,

Willi Schmidt ist am 23. Dezember 1925 in Buchhaus geboren und mit einer älteren Schwester in Gaststätte zur Waldschmiede in Buchhaus bei Kirchenlamitz aufgewachsen. Sein Vater verstarb früh, als er noch Jugendlicher war. 1943 meldete er sich freiwillig zum Kriegsdienst beim fliegenden Personal und entging so dem Schicksal vieler Altersgenossen, die einzogen wurden und bei Leningrad ums Leben kamen.

Bevor ich den Predigttext Ezechiel 2 und 3 lese, will ich kurz hinführen. Ezechiel war ein Priester aus Jerusalem. Er gehörte zur ersten Gruppe der 598 v. Chr. unter König Nebukadnezar II. nach Babylon verschleppten Israeliten und wohnte in der Nähe von Babylon. Dort begann er im Alter von 30 Jahren sein prophetisches Wirken und trat für den Glauben an den einen Gott „Jahwe“ ein. Insgesamt wirkte er 22 Jahre als Prophet im babylonischen Exil. Ezechiel gilt als Vater der priesterlichen Theologie. Für die Diasporagemeinde spielte er eine wichtige Bedeutung.